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Statements von betroffenen Müttern:

Maria aus Grieskirchen:

Als bei unserem Sohn Lukas 1997 eine Tetraparese festgestellt wurde, wusste ich weder was diese Diagnose heißt, noch was das für Lukas und unser Familienleben bedeutet. Ich dachte mir, wir sind alleine mit diesem Problem und unsere Welt bricht zusammen. Doch ich nahm diese neue Aufgabe in die Hand und suchte nach Informationen und Hilfe. Durch unsere Physiotherapeutin Frau Chalupsky kam ich auf die SHG Andorf, die ich einige Male besuchte. Durch die große Motivation von Frau Chalupsky gründete ich mit ihr und mit anderen betroffenen Müttern 2002 die SHG Sorgenkind. Der Austausch mit den betroffenen Familien und die Fachvorträge (rechtlich, therapeutisch, medizinisch,.....), die wir organisierten haben mir persönlich sehr geholfen. Plötzlich waren wir nicht mehr alleine in unserer "neuen Welt", sondern eine Gruppe, Gemeinschaft von Menschen mit gleichen Problemen, Sorgen,.... und vieles ging leichter. Viele Kontakte wurden geknüpft und Informationen ausgetauscht, auch Freundschaften sind entstanden. Nach dem Motto: "An unseren Aufgaben wachsen" und "Positiv leben mit unseren Kindern" möchte ich unsere SHG weiterführen und neuen Familien mit Rat und Tat zur Seite stehen

Monika aus St.Willibald

Ich bin in der Selbsthilfegruppe, um persönliche Gespräche mit Personen zu führen die das gleiche Anliegen haben. Um Informationen zu erhalten, um gegenseitig Mut zu machen, und um gemeinsam Pläne auszuarbeiten und auch umzusetzen. Man hat das Gefühl das man ernst genommen wird und man fühlt sich nicht mehr alleine. Man hat vielleicht Kontakte und Gespräche mit Personen die man sonst nie treffen würde. Gemeinsam Ziele setzen und gegen unsere Probleme etwas unternehmen, durch gemeinsame Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit.

Sabine aus Peuerbach:

Im November, als die Budgetkürzungen im Sozialresort OÖs zur Debatte standen, fand ich es als große Erleichterung, mit einigen anderen Frauen, die gleicher Meinung waren, zu debattieren. Ich wollte nicht "einfach nichts tun" , sondern mich dagegen stellen, demonstrieren, kämpfen… Ich fand es da auch schade, dass zur Demonstration nach Linz so wenige von der LASO Eisterer-Schule und dem Hort  kamen – und habe nachher erfahren, dass viele nichts davon gewusst hätten… - da wurde mir klar, wie wichtig es ist, möglichst "großflächig" vernetzt zu sein. So glaube ich, hat man eine Chance, seine Anliegen hörbar und auch durchführbar zu machen! Der – noch kleine Kreis – unserer SHG ist ein wichtiger "Kern", der hoffentlich noch "gute Früchte" tragen wird. Die Erfahrung mit sozialer Ungleichstellung durch unsere behinderten Kinder bringen WIR mit und wir, als Mütter und Väter wollen gemeinsam in unserem Land auf Missstände hinweisen und sie für ein lebenswertes Leben unserer Kinder ausräumen, denn, wie heißt es: "Gemeinsam sind wir stark!"

Gudrun aus Grieskirchen:

Ich engagiere mich für die SHG, weil ich mit Menschen mit den gleichen oder ähnlichen Problemen zusammentreffen kann. Wir können ungezwungen, ohne Muss, plaudern und Erfahrungen und Informationen austauschen. Auch hat man das Gefühl, man ist in vielen Situationen oder Problemen nicht alleine, sondern auch andere haben diese oder ähnliche Erfahrungen bereits gemacht. Außerdem ist es für mich eine sinnvolle Aufgabe, gemeinsam mit anderen Menschen für Andere Vorträge, Treffen, Workshops, etc. zu organisieren.

Doris aus St.Georgen:

Man kann sich vorstellen, was für ein Schock es ist zu erfahren, dass dein Kind behindert ist. Meine Tochter war damals drei Monate alt und mein Arzt fühlte sich verpflichtet, mich über alles, das an Behinderungen noch kommen könnte, zu informieren. Der erste Weg war in unserem Fall zur Bobath-Therapeutin. Dort lernst du auch andere Betroffene kennen - leider immer nur schnelle Kontakte im Wartezimmer. Niemand in meinem Bekanntenkreis hatte ein behindertes Kind und man fühlt sich ganz schön einsam und traurig unter Freundinnen mit gesunden Kindern. Ich war so froh, als ich von der Gründung einer SHG in Grieskirchen hörte. Ich kann mich noch gut an unser erstes Treffen erinnern - ein Kennenlernen bei Kaffee und Kuchen und für die Betreuung unserer Kinder war auch gesorgt!! (das ist heute vielleicht alles nichts Besonderes mehr - aber für mich damals schon - meine Tochter ist 1992 geboren). Und dort erfuhr ich dann von ähnlichen Schicksalen, gleichen Problemen oder auch schwierigeren - man fühlt sich plötzlich nicht mehr so allein, wird vielleicht auch etwas zufriedener, wenn man von schwereren Schicksalen erfährt, merkt, dass man doch nicht alles falsch macht - und dieses Gefühl kann man nur durch den persönlichen Kontakt mit anderen Betroffenen erfahren. Hier kann das Internet nichts für dich tun - es kann dir Informationen geben, aber keine "Erfahrungen" (zu dieser Zeit hatte auch noch nicht jeder Internet-Anschluss). Und nur über den persönlichen Kontakt mit anderen erfährst du dann über wichtige Therapien, kompetente Ärzte, finanzielle Entlastungsmöglichkeiten, etc. Das war der Grund für meinen Beitritt bei unserer SHG und ich bin auch heute noch ein treues Mitglied.